Copyright © Alle Rechre vorbehalten. Erstellt von Uschi Reiners  / letzte Aktualisierung am 21. Oktober 2017
Gran Canaria ist die drittgrößte der Kanarischen Inseln. Die annähernd kreisförmige Insel hat einen Durchmesser von etwa 50 Kilometern und eine Küstenlänge von rund 236 Kilometern. Die Hauptstadt ist Las Palmas de Gran Canaria. Wie alle Inseln des Archipels ist auch diese vulkanischen Ur-sprungs. Die höchste Erhebung im Zentrum der Insel ist der 1949 Meter hohe, erloschene Vulkan  Pico de las Nieves. Wahrzeichen Gran Canarias ist der 1813 Meter hohe Roque Nublo. Auf Grund ihrer klimatischen und geographischen Vielfalt sowie ihrer differenzierten Flora und Fauna wird Gran Canaria auch als „Miniaturkontinent” beschrieben. Die Insel besitzt 14 Mikroklimazonen. Aus dem Bergland des Inselinnern führen viele Trockentäler, sogenannte Barrancos, bis an die Küste. Bei den seltenen Regenfällen, die dann aber recht ergiebig sein können, füllen sich die Barrancos zu teilweise reißenden Sturzbächen. In den bewohnten Gegenden wurden die Bachtäler deshalb ausgebaut und befestigt. Klima: Gran Canaria liegt im Einflussbereich der Passatwinde, die auf der Nordhalbkugel von Nordosten herandrängen. Sie werden an den Inselbergen zum Aufsteigen gezwungen und sorgen an deren Nordhängen für zum Teil ergiebige Niederschläge, meist in Form von Nebel. Die Insel ist daher klimatisch in etwa zweigeteilt in den feuchteren Norden und den trockeneren Süden. Die Trockenheit der Südinsel wird durch den Einfluss trockener Winde aus der Sahara noch verstärkt. Die Beste Reisezeit für La Palma, das stellvertretend für Gran Canaria, La Gomera und El Hierro steht, ist von April bis Oktober, wenn die Niederschläge am geringsten ausfallen. Der Norden Gran Canarias gilt als der feuchte Inselteil, auch die Temperaturen liegen hier im Schnitt um wenige Grad tiefer als im Süden der Insel. Die Erklärung dafür liefern die Vulkanberge. Die Passatwolken bleiben praktisch an den nördlichen Bergwänden hängen und regnen dort ab. Das führt zu einem feuchteren Klima mit vermehrten Niederschlägen. Nebelbildung ist weit verbreitet im Norden. Die maximalen und tiefsten Temperaturen weichen um wenige Grad vom Süden ab, allerdings finden sich in den Höhenlagen größere Ausreißer. Der Norden ist eine sehr grüne Region, das feuchte Klima begünstigt auch die Landwirtschaft. Das beliebte Urlaubsziel Las Palmas verspricht milde Wintermonate und einen warmen Sommer. Im Jahresverlauf kann mit maximalen Temperaturwerten zwischen 20 und 26 Grad gerechnet werden. November bis Februar gelten als regenreichste Monate. In Las Palmas gehört die starke Wolkenbildung, auch Eselsbauch genannt, zu einem Wetterphänomen, das in Deutschland eher an der Tagesordnung ist. Die reizende Küstenstadt Agaete mit rauem Küstencharme im Nordwesten zeigt ein trockeneres Klima wobei die Temperaturen sich denen von Las Palmas im Jahresverlauf anpassen. Für den Süden der Insel: trocken, warm, sonnig. Hier gibt es weniger Niederschläge als im Norden, die luftige Brise bewahrt vor zu hohen Temperaturen. So können Urlauber an der Playa del Ingles und den wunderschönen Stränden in Maspalomas oder Meloneras das pralle Sonnenvergnügen genießen. Selbst in den Wintermonaten sind Temperaturen unter 20 Grad an der Küste nicht zu erwarten. Wüstenwind aus der Sahara kann jedoch im Sommer für einen starken Temperaturanstieg und Sandstaub in der Luft sorgen. Diese Wetterlage wird als Calima bezeichnet. Von Niederschlägen ist im südlichen Inselteil weniger zu spüren, allerdings können die stärkeren Regenfälle in den Bergen der Insel auch den Inselsüden beeinflussen, z.B. wenn die trockenen Flussbette mit Regenwasser aus den Bergen gefüllt werden. Das Wetter im Nordosten Gran Canarias zeigt sich gerade in den Wintermonaten feuchter und kühler und wird im Südosten wärmer und trockener. Dafür ist der Nordosten mit dem Plus an grünen blühenden Landschaften, bunter Flora, pittoresken Bergdörfern und rauschenden Wasserfällen versehen. Karge aber botanisch interessante Landschaften und goldene Strände machen den Südosten aus. An der Südostküste weht ein besonders starker Wind, der dem Urlaubsort Pozo Izquirdo den Beinamen „Europäische Metropole der Windsurfer“ eingebracht hat. Im Inselwesten präsentiert sich relativ trocken, auch im Winter sind starke Regenfälle eher selten. Dennoch hüllt sich die von der Steilküste und Kiefernwäldern geprägte Region dann in ein feines grünes Kleid. Malerische Bergdörfer wie San Bartolome laden das ganze Jahr hindurch zum Entdecken und Entspannen ein. Die Hafenstädte im Westen Puerto de Mogan, Puerto Rico, San Augustin, Taurito oder Agaete sind von Juni bis November stark frequentiert, sowohl von Badeurlaubern als auch von Surffans aus aller Welt. Sehenswürdigkeiten:     * Gran Canaria, Berge bei Ayagaures     * Gran Canaria, Westküste     * Gran Canaria, Westküste, vom Atlantik aus gesehen     * Der malerische Fischerort Puerto de Mogán, auch Venedig       des Südens genannt     * Die Dünen von Maspalomas     * Palmitos Park-Palmen- und Tierpark,der bei einem Brand         2007 fast vollständig zerstört und im Sommer 2008 neu       eröffnet wurde     * Der Trinkwasser-Staudamm im Barranco oberhalb von       Maspalomas im Hinterland     * Das „Cruz de Tejeda”, ein Aussichtspunkt am Gipfel mit       Blick zum „Pico del Teide”     * Felsnadel Dedo de Dios (Finger Gottes) in Puerto de las Nieves       (ein Teil des Felsens wurde am 28. November 2005 durch den Tropensturm       Delta abgerissen, Restaurierung ist in Planung)     * Cenobio de Valerón, über 290 Höhlen, die von den Ureinwohnern in den       Tuffstein gehauen wurden     * Botanischer Garten Jardín Botánico Canario Viera y Clavijo      (kurz: Jardín Canario) in Tafira Alta     * Kakteenpark Cactualdea bei San Nicolás de Tolentino (Westküste)     * Der 80 m hohe Monolith Roque Nublo     * Der Ort Teror mit typischer kanarischer Architektur     * Höhlen von Artenara     * Die Hauptstadt Las Palmas mit Hafengebiet und historischer Altstadt     * Die Orte San Bartolomé und Fataga im Landesinneren
Hier geht es zumFotobuch
Hotel Jardin del Atlantico Playa del Ingles, Mai 1986
Apartamentos Las Faluas Playa del Ingles, Juni 1990
Puerto de Mogán ist ein Hafen- und Ferienort im Süden der Insel Gran Canaria. Er wurde um den bestehenden kleinen Hafen der 12 Kilometer entfernt gelegenen Ge-meinde Mogán herum angelegt, zu welcher er in administrativer Hinsicht gehört. Puerto de Mogán entstand 1983 bis 1988 nach einem Entwurf von Raphael Neville. Der Ort wird auf Grund einiger Kanäle, die vom Hafen in den Ort führen, zuweilen auch als „Klein Venedig“ oder das „Venedig des Südens“ bezeichnet. Die zahlreichen kleinen Gassen, die sich durch den Ort ziehen, tragen zu dem Erscheinungsbild bei. Es wurde in den letzten Jahren viel gebaut, wobei Anstrengungen unternommen wurden, durch postmoderne Architektur einen Teil des ursprünglichen Charmes zu erhalten. Die Regierung Gran Canarias hat verboten, in Puerto de Mogán Häuser zu bauen, die mehr als zwei Stockwerke hoch sind. So ist das frühere Fischerdorf in seinem Ursprung trotz Tourismus weitgehend erhalten geblieben und der neue Teil fällt nicht sofort als solcher auf. Die vielstöckigen Hotelburgen und Einkaufszentren wurden einige Kilometer entfernt, jedoch teilweise in Sichtweite des Hafens gebaut. Den größten Teil des künstlich angelegten Hafens nimmt der Yachthafen mit angegliederter Bootsreparaturwerft ein. Vom Ende der Hafenmole aus können mit einem Tauchboot einstündige Fahrten zur Erkundung der Unterwasserwelt unternommen werden. Rund um den Hafen werden in den Restaurants neben Fisch (teilweise von ortsansässigen Fischern) auch mitteleuropäische Gerichte und Fast-Food angeboten. Puerto de Mogán ist touristisch voll erschlossen. Direkt angrenzend wurde ein künstlicher Strand samt dezenter Hotelanlagen angelegt. Regelmäßig fahren Busse aus den benachbarten Touristenzentren ein. Der um den Hafen gelegene Teil des Ortes ist eine Appartementanlage, die zu einem Hotel gehört. Auf der Straße davor findet jeden Freitag ein Wochenmarkt statt.